29 Juni, 2015

Hamburg: Zählstelle an der Alster meldet eine Million Radfahrer

First bike counter in Hamburg: One million cyclists after eight month during winter


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Seit Einrichtung der Radfahrerzählstelle im Oktober an der Außenalster bei der Gurlittinsel wurden nun eine Million Radler verbucht. Laut Abendblatt erwartete das Bezirksamt das Knacken der Millionengrenze erst Mitte bis Ende Juli. An manchen Tagen wurden schon mehr als 13.000 Radler gezählt. Zeit, dass nun endlich der überlastete enge Radweg verändert wird.



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Forsa-Umfrage: Radfahren in Deutschland ungefährlich

Survey: Cycling in Germany not dangerous


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Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt, die das Abendblatt zitiert, ist Radfahren in Deutschland nicht sonderlich gefährlich. Bei Fahrradunfällen mit Verletzungen erlitten Radler zu 77% lediglich leichte Verletungen wie blaue Flecken oder Schürfwunden. Fünfzehn Prozent erlitten Verletzungen wie Knochenbrüche. Nur acht Prozent trugen schwere Verletzungen, wie Kopfverletzungen oder bleibende Schäden davon. Diese Zahlen stehen vollkommen diametral zu Aussagen von selbsternannten Sicherheitsexperten, wie z.B. Karl-Heinz Webels, Vorsitzender der Essener Verkehrswacht: "80 Prozent der Verletzungen bei Fahrradunfällen sind Kopfverletzungen." Schürfwunden und blaue Flecken gibt es wohl nicht ausschließlich am Kopf, Schürfwunden wohl eher an den Händen, blaue Flecken eher am Gesäß oder dem Becken. Mit dem Ergebnis der Forsa-Befragung wird endlich der Panikmache um Kopfverletzungen entgegengetreten. Der Kopf ist beim Radfahren also relativ sicher, ähnlich wie in den Niederlanden, wo es beim Alltagsradverkehr keine Helme braucht.


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Hamburg: Autofahrer sind Hauptverursacher von Radverkehrsunfällen mit Personenschäden

Hamburg: Car driver cause most accidents with injured cyclists




Elf getötete und 2409 verletzte Radler 2014 in Hamburg

In Hamburg verursachen Autofahrer den größten Anteil der Unfälle mit Radverkehrsbeteiligung, bei denen Radfahrer zu Schaden kommen. Dies brachte eine kleine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Martin Bill ans Licht. 53% aller Unfälle bei denen Radfahrer verletzt werden, wurden 2014 von Autofahrern verursacht. Alle MIV-Führer (Pkw, Lkw, Bus, Motos) zusammen verursachten 62% der Unfälle, bei denen Radfahrer verletzt wurden. 33% der Unfälle wurden von Radlern selbst verursacht, 5% von Fußgängern.

2014 regisrtierte die Polizei 3274 Unfälle mit Radverkehrsbeteiligung. Dabei wurden 2409 Radfahrer verletzt und elf getötet.

Radverkehrsstrategie für Hamburg wollte bis 2015 Unfallzahlen deutlich gesenkt haben

Die Radverkehrsstrategie für Hamburg, zu der vor wenigen Tagen der "Zwischenbericht 2015" erschienen ist, wollte eigentlich das Ziel verfolgen, "die Zahl der Radverkehrsunfälle, insbesondere mit schweren Personenschäden, auch im Kontext mit der angestrebten weiteren Zunahme des Radverkehrs zu reduzieren." Als Bezugsjahr nahm die Radverkehrsstrategie, die im Jahr 2007 entwickelt und 2008 veröffentlicht wurde, das Jahr 2006. Damals wurden rund 2400 Radler verletzt und fünf Radler getötet. Die verantwortlichen Behörden, die an der Radverkehrsstrategie beteiligt waren, haben ihr Ziel eindeutig verfehlt. Eine Reduktion der Zahl der verletzten und getöteten Radler ist in Hamburg nicht eingetreten. Es sind offenbar ganz andere und drastischere Maßnahmen erforderlich als bislang verfolgt.

Offenbar muss viel intensiver bei den Hauptversachern (MIV-Führenden) angsetzt werden: Unterlassen des Schulterblicks beim Abbiegen, Unaufmerksamkeit durch Multitasking (Mobiltelefone), zu hohe Geschwindigkeiten im Straßenverkehr müssen wesentlich stärker bekämpft werden als bislang, wenn edle Ziele wie in der Radverkehrsstrategie für Hamburg formuliert nicht bloß Propagande und fadenscheinige Lippenbekenntnisse bleiben sollen.

Auch die schlechte Infrastruktur muss erneut auf den Prüfstand. Regelwidrige, kriminelle Radverkehrsführungen in Dooringzonen oder fehlende Sichtbereiche an Kreuzungen und Querungen gibt es in Hamburg landesweit in allen Stadtteilen. Nur weil Politiker die Hosen voll haben gefährliche Situationen mit Stehzeugen zu beseitigen, bleibt es in Hamburg beim Status Quo mit den Fakeradwegen.


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28 Juni, 2015

Wird in Altona der MIV aus Verkehrssicherheitsgründen bald verboten?

Is car traffic going to be banned in Hamburg-Altona for safety reasons?
Aktualisiert um 14:20


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Die Straßenverkehrsbehörde beim PK21 in Hamburg-Altona möchte den Straßenverkehr sicherer machen. In einer Mitteilung an die Bezirksversammlung begründet die Straßenverkehrsbehörde die Absicht, den Radverkehr in der Fußgängerzone der Ottenser Hauptstraße zu verbieten, mit einer erhöhten Unfalllage. Für die Bestimmung von Unfallhäufungen gelte der Schwellenwert von vier Verkehrsunfällen innerhalb von 36 Monaten. In den Jahren 2012-2014 wurden dem PK21 sogar fünf Unfälle mit Personenschäden genannt, davon dreimal Fußgänger / Radfahrer und zweimal Radfahrer / Radfahrer. Bei zwei Unfällen soll es Kopfverletzungen bei Fußgängern gegeben haben. Die Ottenser Hauptstraße sei damit Unfallhäfungslinie im Sinne der örtlichen Unfalluntersuchung.


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Aufgrund dieser Tatsachen seien "zwingend" Maßnahmen erforderlich, welche die Unfalllage reduzieren würden. Da Radfahrer hier die Verursacher sind, solle entsprechend die Freigabe für den Radverkehr (Entfernung der Zusatzzeichen 1022-10, Radfahrer frei) aufgehoben werden.

Aus oben genannten Gründen sind zwingend Maßnahmen erforderlich, welche die existente Unfalllage reduzieren, bzw. im günstigsten Fall auflösen.
Das PK 212, als zuständige Straßenverkehrsbehörde, hat gemäß der Verwaltungsvorschrift zum § 44 StVO (sachliche Zuständigkeit) zur Bekämpfung von Verkehrsunfällen eng mit der Straßenbaubehörde zusammenzuarbeiten. Wo sich Unfälle häufen, ist zu ermitteln worauf diese zurückzuführen sind und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die unfallbegünstigenden Besonderheiten zu beseitigen.Im vorliegenden Sachverhalt sind jeweils Radfahrer Verursacher. 

Nun steht eine Reduzierung der Unfalllage oder Auflösung zur Debatte. Die Auflösung durch ein Radelverbot, oder die Reduzierung ggf. durch bauliche Veränderungen, z.B. Entrümpelung der Fußgängerzone und die Einrichtung einer Fahrgasse. Dies würde allerdings längere Zeit brauchen bis zur Umsetzung.


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Radfahren in der Ottenser Hauptstraße bald nur nch auf dem Kinderkarussel wie hier während des Weihnachtsmarktes erlaubt?

Wird der Radverkehr in der Ottenser Hauptstraße, die zum Radroutennetz des Bezirks Altona zählt, aus Verkehrssicherheitsgründen ausgeklammert, dann wird das PK21 wohl als weiteres überall dort im Bezirk, wo Radfahrer und Fußgänger durch den MIV gehäuft zu Schaden kommen, den Autoverkehr ausschließen. Der Unfallschwerpunkt Kreuzung Stresemannstraße / Kieler Straße / Holstenstraße, dessen Aufnahme in das Sofort-Sicherheits-Programm des Senats beauftragt wurde, könnte schnell entschärft werden, wenn die Hauptunfallverursacher dort ausgeklammert würden. Weitere Unfallschwerpunkte im Gebiet des PK21 warten ebenfalls auf klare Lösungen.



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Altonaer Poststraße nun erneut Fußgängerzone

Altonaer Poststraße again pedestrian zone - cycling not allowed


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Gestern an der Altonaer Poststraße: Radeln ist dort wieder verboten, zumindest aus Richtung Süden


Radfahren verboten oder doch nicht?

Die Altonaer Poststraße ist erneut zur Fußgängerzone erklärt worden. Radverkehr ist dort wiederum nicht erlaubt, dagegen ist Lieferverkehr von 23 bis 11 Uhr täglich gestattet. Warum kann Radverkehr zumindest nicht im gleichen Zeitraum erlaubt werden? Passt dies zur "Fahrradstadt" Hamburg?


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Altonaer Poststraße Anfang des Jahres sogar beidseitig mit Fußgängerzone beschildert

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Altonaer Poststraße im April: Die Fußgängerzone war aufgehoben worden


Schon zum Jahresbeginn war die Altonaer Poststraße mit gleicher Schilderkombination zur Fußgängerzone erklärt worden, bis im April die Schilder an der Ecke mit der Lawaetzstraße entfernt wurden. Nun steht der Schilderpfosten einige Meter versetzt hinter der Kreuzung, hat aber die gleiche Konsequenz. Radler dürfen nicht über die Altonaer Poststraße zur Großen Bergstraße durchradeln. Hingegen ist das Radeln in der Neuen Großen Bergstraße ab der Max-Brauer-Allee weiterhin erlaubt. Aus dieser Richtung ist das Radeln in der Altonaer Poststraße nicht verboten. Es kommt also nur auf die Fahrtrichtung an, oder wie oder was? Wie sollen wir das verstehen?


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Neue Große Bergstraße Ecke Max-Brauer-Allee: Wer hier in die Fußgängerzone hineinradelt, darf sogar weiterhin ungehindert in die altonaer Poststraße radeln. Doch Vorsicht: An der Lawaetzstraße umkehren und zurückradeln ist nicht erlaubt. Wie sollen wir das verstehen?

Nebenbei bemerkt gilt aus Richtung Bugdahnstraße zur Altonaer Poststraße weiterhin die uneingeschränkte Fußgängerzone - ohne jegliche Ausnahme. Vom MIV wird dies jedoch kaum beachtet, von der Polizei offenbar gar nicht kontrolliert.

Fahrradtrasse für die Neue Große Bergstraße geplant

Zukünftig soll die heruntergekommene Neue Große Bergstraße aufgewertet werden. Der in die Jahre gekomme Straßenbelag soll erneuert werden. Noch fehlt dazu allerdings das Geld. Die Bezirksversammlung möchte bei dieser Umgestaltung der Neuen Große Bergstraße sogar einen Radweg einrichten, berichtete das Abendblatt. Im Antrag der Grünen und der SPD, auf den der Beschluss der Bezirksversammlung beruht, geht es allerdings um eine "Fahrradtrasse" in der Fußgängerzone. Ob ggf. erst mit der neuen Fahrradtrasse in der Neuen Großen Bergstraße auch das Radeln in der Altonaer Poststraße wieder erlaubt wird? Schließlich ist eine deutlich erkennbare Fahrgasse in der Altonaer Poststraße eingerichtet.


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