23 November, 2014

Mit Helmpflicht für Autofahrer und Fußgänger mehr zu bewirken als bei Radfahrern

Helmet law for motorists and pedestrians could be more effective than with cyclists

http://www.clevere-staedte.de/
www.clevere-staedte.de


Um mehr Leben im Straßenverkehr zu retten fordert die "Initiative clevere Städte" eine Helmpflicht für Autofahrer und Fußgänger. Die Initiative beruft sich auf Statistiken. 2011 kamen in Deutschland auf jeden getöteten Radler 1,5 getötete Fußgänger und 4,5 getötete Autofahrer. Laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BaSt) von 2009 sei die Häufigkeit Kopfverletzung unter Radlern, Fußgängern und Autofahrern und -gefahrenen bei Schwerverletzungen oder tödlichen Unfällen nahezu gleich. Zwischen 64% und 68% bei Schwerverletzten und 85% bis 89% bei Getöteten seien Kopfverletzungen die häufigsten Verletzungen. Heinrich Strößenreuther von "Initiative clevere Städte":

Wenn man es also ernst meint und Kopfverletzungen reduzieren will, dann bitte Werbe- und Politik-Kampagnen starten, damit Autofahrer und Fußgänger Helme tragen. Was wir brauchen, sind deutlich niedrigere Geschwindigkeiten, mehr Können von Kraftfahrzeuglenkern, jährliche Fahrkönnenüberprüfungen und sichere und ausreichend dimensionierte Fahrrad-Infrastrukturen.

Wie kam es bislang zur Reduzierung der Helmfrage - neben Motorradfahrern - auf die Radfahrer? Das Auto konnte seine Dominanz im Straßenraum durch Verunglimpfung seiner Opfer erreichen. Waren es anfangs "Jaywalker", die den Autoverkehr störten, sind es heute "Kampfradler". Das eigene Fehlverhalten verdrängen Autofahrer allzu gerne, zeigen aber gern auf das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer. Zudem wird von allzu vielen der Vorrang des Autoverkehrs als Norm angesehen. Kontrolle von Kampfparkern oder Kampfrasern gilt als Abzocke, weswegen beispielsweise in Hamburg Rad- und Gehwege entlang vieler Straßenzüge seit Jahrzehnten dauerhaft zugeparkt sind. Zudem sind Tickets für Kampfparker in Deutschland im europäischen Vergleich spottbillig.

Gesellschaftlich nicht anerkannt ist das Helmtragen in den eigenen vier Wänden. Zwar passieren die meisten Unfälle im Haushalt, doch "Hausputz mit Sicherheitskopfbedeckung sei nicht üblich", so der Psychologe der Heliosklinik in Hattingen, die den Aktionstag "Ein Helm für jeden Kopf" veranstaltete. Bei diesem Aktionstag ging es lediglich darum, Schulkindern beim Radeln einen Helm zu verpassen, weil sich dabei der Kopf im Gegensatz zum Hausputz wirksam schützen lasse - so die Argumentation seitens der Klinik.

Opferbashing ist auch beliebt von Seiten angeblicher Verkehrssicherheitsakteure. Der Trick: Mit Verdrehung von Statistiken werden die Opfer gebrandmarkt, um so den Zwang zum Fahrradhelm zu legitimieren. Der Chef der Essener Verkehrswacht behauptete, dass 80 Prozent aller Verletzungen bei Fahrradunfällen Kopfverletzungen seien.


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21 November, 2014

Verkehrsbehörde bilanziert Busbeschleunigung entlang der Linie 5

Transport Authority introduces bus acceleration along line 5

© hamburgize.com / Stefan Warda
Grindelallee / Stabi

Senator Frank Horch und Hochbahn-Chef Günter Elste stellten heute das Ergebnis der Busbeschleunigung entlang der Metrobuslinie 5 vor. Neben der Verkürzung der Fahrzeit zwischen Grindelhochhäusern und der Innenstadt um sechs Minuten sollen auch andere Verkehrsteilnehmer von den Baumaßnahmen profitieren.

Mehrere Kreuzungen wurden umgebaut und sicherer gemacht, insgesamt vier Kilometer Radverkehrsanlagen wurden neu angelegt bzw. saniert, Fahrbahnen von insgesamt 18 Kilometer Länge wurden erneuert.

Im Verlauf der Hoheluftchaussee und Hoheluftbrücke gab es durch die Busbeschleunigung jedoch keine Verbesserungen für den Radverkehr. Veränderungen gab es hier durch die Klage eines Radfahrers, der die Aufhebung des Radwegezwangs erreichte.


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Im Rahmen des Hamburger Busbeschleunigungsprogramms werden derzeit noch Feldstraße und Neuer Kamp umgebaut (Veloroute 1, Radfahrstreifen, Busspur mit Radverkehr), geplant sind weitere Umbauten entlang Papenhuder Straße (Schutzstreifen), Mühlenkamp (Schutzstreifen) und Lange Reihe.  


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20 November, 2014

Der reale Irrsinn

Madness

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Der benutzungspflichtige Radweg, auf dem das Radfahren verboten ist: Richtig oder falsch? Oder  handelt es sich bei der Verkehrszeichenansammlung bei der "Ballinstadt" vielleicht um eine Verkehrsschilderausstellung?


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17 November, 2014

Kampagne: Radverkehr als Klimaschutz

Campaign: Cycling for climate



"Zusammen ist es Klimaschutz" heißt die aktuelle Kampagne des Umweltministeriums. Im Rahmen der Kampagne werden in mehreren Videoclips Blogger porträtiert, die aus ihrem Bloggerleben erzählen, u.a. Mortimer Graham über Keirin Berlin und Martin Randelhoff über Zukunft Mobilität. Die Kampagne stellt ab dem 1.12. die Themenwoche "Nachhaltiger bewegen" mit weiteren Infos zu Mobilität vor.




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11 November, 2014

Einparken will gelernt sein

Parking has to be learned

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Die Freunde des motorisierten Individualverkehrs fühlen sich gern als die überlegenen Verkehrsteilnehmer, wenn es um Regeltreue geht. Schließlich zahlen sie ja irgendwelche Steuern - wie andere Bürger allerdings auch, haben gar Kennzeichen an ihren Vehikeln und meinen nicht regelmäßig bei Rot über Kreuzungen zu fahren, wie es offenbar Radfahrer machen. Beim Telefonieren am Steuer mit dem Mobiltelefon sind Autofahrer Radfahrern gegenüber im Vorteil. Hinter der Karosserie fällt das Vergehen nicht so leicht auf - es sei denn an der Fahrweise. Und womit sich Menschen in den vierrädrigen Wohnstuben sonst noch so alles ablenken entgeht oftmals den meisten anderen Verkehrsteilnehmern durch den Sichtschutz.


© hamburgize.com / Stefan Warda

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Sehr viele Karossenlenker haben allerdings gewaltigen Nachholbedarf in der Abstellpraxis. Wird das Einparken in den Fahrschulen nicht mehr ausreichend geübt, oder meinen die überlegenen Verkehrsteilnehmer diese Disziplin nicht mehr regelkonform ausführen zu müssen? Ohnehin sollen ja alle Straßen irgendwie zu eng sein und Parkplätze sollen sowieso nie dort sein, wo sie gebraucht werden. Aber selbst wenn legale Plätze für Stehzeuge im Straßenraum vorhanden sind machen es sich viele Freunde der Wohnstuben auf vier Rädern allzu bequem.


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Radfahrer ärgern sich über falsch oder behindernd abgestellte Vehikel. Denn Radfahrer führen keine schützende Karosserie bei sich. Falls eine Autotür sich plötzlich einem Radler entgegenstreckt, sollte dieser auf jeden Fall einen ausreichenden Abstand zum jeweiligen Stehzeug einkalkuliert haben. Um nicht in der gefährlichen Dooringzone zu radeln kann es daher sogar notwendig sein außerhalb eines Schutz- oder Radstreifens zu radeln.


Kampfparken auf dem Schutzstreifen Schwanenwik

© hamburgize.com / Stefan Warda

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Seitdem am Schwanenwik ein neuer Schutzstreifen als Ersatz für den vormaligen Fakeradweg angelegt wurde haben Autolenker Schwierigkeiten den vorgegeben Platz für Stehzeuge zu finden. Kaum eines der Stehzeuge steht in den abmarkierten Bereichen. Radler werden durch Stehzeuge auf dem Sicherheitsstreifen zum Schutzstreifen gefährdet. Sie müssen dadurch umso näher zur Fahrbahnmitte am äußersten linken Rand des Schutzstreifens radeln, wodurch sich wiederum nachfolgende Fahrzeuglenker eingeschränkt fühlen.


© hamburgize.com / Stefan Warda

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