15 Oktober, 2014

Verkehrswacht-Chef: "80 Prozent der Verletzungen bei Fahrradunfällen sind Kopfverletzungen"

German Road Safety Chief: "80 percent of injuries in bicycle accidents are head injuries"

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Eine von der Unfallforschung der Versicherer (UVD) lanzierte Studie zu Fahrradhelmen entfacht erneut die Diskussion um eine Fahrradhelmpflicht in Deutschland. Helmlobbyisten kommen derzeit landesweit wieder zu Wort. Mit unseriösen Behauptungen scheint nun erneut Stimmung gegen Radfahrer gemacht zu werden. Ein besonderer Höhepunkt dieser Debatte kommt vom Vorsitzenden der Essener Verkehrswacht, Karl-Heinz Webels: "80 Prozent der Verletzungen bei Fahrradunfällen sind Kopfverletzungen". Mit dieser Aussage hat sich dieser Mann vollkommen für seine Arbeit um die Versicherheit der Essener Bürger disqualifiziert. Er sollte von seinem Posten zurücktreten, falls er diese Aussage den Medien so gegeben hat.


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Fehlplanung neue Fuhle: Radweg zu schmal

Bad planning new Fuhlsbüttler Straße: Cycle track remains to narrow

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Fehlplanung neue Fuhle: Benutzungspflichter "Radweg" in der Dooringzone

Die Fuhle wird umgebaut. Vom Ohlsdorfer Friedhof bis zum Barmbeker Bahnhof ist die Straße seit Wochen aufgerissen. Mittlerweile sind aber schon die ersten Ergebnisse der Planung erkennbar. Im oberen Teil der Fuhle haben die Planer weiterhin auf Radwege gesetzt. Ab Alsterdorfer Straße Richtung Süden ist ein erster Abschnitt fertiggestellt. Die Radwegbenutzungspflicht ist auch schon wieder abgeordnet. Der neue Radweg misst in der Breite nur 1,25 Meter. Zu den Stehzeugen, die wie vor dem Umbau auch auf dem Gehbord abgestellt werden sollen, ist ein 0,5 Meter breiter Sicherheitsstreifen vorgesehen. Daran schließt sich ohne eine Bordkante die Fläche für die Stehzeuge an. Ein Teil der Stehzeuge steht aber bis an den nur 1,25 Meter schmalen Radweg. Auf dem Radweg können Radler aber nicht den notwendigen Mindestabstand zu den Stehzeugen einhalten. Sie würden bei Benutzung des Radweges in der Dooringzone fahren.


Fuhle: Außenspiegelfreundliches Parken

Laut der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung beträgt das Regelmaß für benutzungspflichtige Radwege zwei Meter. Das Mindestmaß muss allerdings 1,5 Meter betragen. Parken Autos neben dem Radweg ist zusätzlich ein Sicherheitsstreifen erforderlich. Das Mindestmaß des Radwegs inklusive eines Sicherheitsstreifens muss 1,75 Meter betragen, also in etwa die Breite eines Fahrrades zuzüglich ein Meter Sicherheitsabstand. Unter diesen Bedingungen handelt es sich nur um einen Einrichtungsradweg, auf dem sich Radfahrer nicht überholen können. Das Mindestmaß eines Kopenhagener Radwegs beträgt 2,2 Meter, in den Niederlanden wird eine Radwegbreite von 2,25 Metern empfohlen. In Deutschland kommt fast nirgends das Regelmaß, sondern meist höchstens das Mindestmaß, hier in der Fuhle nicht einmal dieses zur Anwendung.


Radwegbenutzungszwang für zu schmalen Radweg neben zu schmalem Gehweg

Warum aber stehen die Autos auf dem Sicherheitsstreifen, der den Abstand zwischen Stehezeugen und Radweg darstellen soll? Zum einen ist es anz leicht diesen zu überfahren. Es gibt keine Kante, keinen Höhenunterschied. Zum anderen ist der Belag von Parkbucht und Sicherheitsstreifen nahezu identisch. Beides ist im gleichen Grauton gehalten. Der Belag für die Parkbucht besteht aus grauen Wabensteinen, die Sicherheitsstreifen aus quadratischen grauen Betonsteinen. Doch nicht nur in der Fuhle werden Autos gern mit etwas Abstand zur Fahrbahn abgestellt. Und das hat einen triftigen Grund. Autofahrer befürchten, dass die linken Außenspiegelvon vorbeifahrenden Lastern beschädigt werden könnten. Ein weiterer Grund: Bei anhaltendem Verkehrsfluss lässt es sich schneller und bequemer aussteigen, wenn zur Fahrbahn ein größerer Abstand gehalten wird. Das außenspiegelfreundliche Parken wird in vielen Straßen Hamburgs praktiziert, z.B. in der Habichtstraße oder der Buxtehuder Straße (in beiden Fällen handelt es sich um unzulässige Radwegbenutzungspflichten für unbenutzbare Fake-"Radwege"). Solange die Parkbuchten zu schmal sind trifft es den Radverkehr. Eigentlich haben die Planer genau das gemacht, wovor die Regelwerke warnen: ein Kombination von Mindestbreiten, hier also ein zu schmaler Parkplatz neben einem zu schmalem Radweg und einem zu schmalen Gehweg. Denn auch letzter entspricht mit 1,5 Metern Breite inklusive das weißen Blindenstreifens nicht dem Mindestmaß, welches die Regelwerke vorgeben (laut EFA hier mind. 2,1 Meter erforderlich). Die neue Fuhle scheint eine Fehlplanung zu sein. die Planer wollten mal wieder alles in einem Straßenraum unterbringen: Bäume, Stehzeuge, Radweg, Gehweg, Fahrspuren, doch alles zusammen geht nur bei Unterschreitung der erforderlichen Mindestkriterien. Im Bereich der oberen Fuhle scheint genau das eingetreten zu sein, wovor hier schon im Februar gewarnt wurde. Ein Radweg neben Parkplätzen findet dort keinen Platz.



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12 Oktober, 2014

Schwanenwik: Fakeradweg wurde endlich aufgegeben

Schwanenwik: Fake cycle track has been given up


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Einer der übelsten Fakeradwege Hamburgs wurde vor wenigen Tagen am Schwanenwik aufgegeben. Dieser "Radweg" war rund 80 Zentimeter breit und verlief unmittelbar neben legal parkenden Autos in der Dooringzone.Vor fünf Jahren war dieser "Radweg" sogar noch benutzungspflichtig, obwohl immer unbenutzbar. Der erforderliche Sicherheitsabstand zu den Stehzeugen konnte nie eingehalten werden. Alle Radler fuhren regelwidrig neben dem Fakeradweg auf dem teilweise recht schmalen Gehweg. Das Beispiel dieses "Radwegs" zeigt nochmals, dass in Hamburg Radwege nicht für Radfahrer, sondern für Autofahrer angelegt wurden. Der Sinn und Zweck dieses "Radwegs" war Radfahrer von der Fahrbahn fernzuhalten, für eine autogerechte Aufteilung des Straßenraums. Die Illegalität der Radfahrer auf dem Gehweg wurde dafür gerne geduldet. Das besondere am Gehwegradeln in Hamburg ist jedoch, dass die Polizei dieses nur dann ahndet, wenn daneben kein Fake-"Radweg" existiert - unabhängig von der Gesamtbreite von Gehweg zuzüglich Fakeradweg.

Ohne den neuen Schutzstreifen konnten Pkws zweispurig auf der überbreiten Fahrbahn am Schwanenwik fahren - wenn nicht gerade Kampfparker im Weg standen. Somit war aus Richtung Innenstadt von An der Alster in Richtung Winterhude nach Herbert-Weichmann-Straße und Sierichstraße ein zweispuriger zügiger Autoverkehr möglich, als es noch den Benutzungszwang gab. Dazu brachte es Fake-"Radwege. bzw. den Zwang zum Gehwegradeln in der Herbert-Weichmann- und der Sierichstraße.

Als Ersatz für den "Radweg" wurde in dieser Woche ein Schutzstreifen angelegt. Die Stehzeuge bleiben von der Maßnahme unberührt.


Schwanenwik: Blick zurück vom Schutzstreifen zum autogerechten Fakeradweg

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Kampfradlerin

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Kampfparker


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Achtung: Neuer Radwegzwang

Attention: Obligation for cycle track


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Nach vielen Monaten der Wahlfreiheit hat es seit kurzem wieder den Radwegzwang entlang der Ludwig-Erhard-Straße. Ab Rödingsmarkt Richtung St. Pauli glänzt ein neues großes rundes blaues Schild.


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11 Oktober, 2014

Hamburg hat erste Radfahrerdauerzählstelle

First cycle counter in Hamburg

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Radfahrerzählstellen gibt es u.a. schon in Bozen, Göttingen, Kopenhagen,


Seit Freitag wird gezählt. An der Außenalster bei der Gurlitt-Insel steht eine Säule, die die Anzahl der vorbeigefahrenen Radler misst und anzeigt. Der Bezirk Mitte hat die Zählstelle neben dem am stärksten frequentierten Radweg entlang der zukünftigen Velorouten 5 und 6 aufstellen lassen. Die Zählstelle wird erstmals in Hamburg zuverlässige Daten über die Radverkehrsbelastung rund um Uhr liefern - tagsüber und nachts, im Sommer bei bestem Radlwetter und bei Schnee und Eis, wenn gewöhnlich Hamburgs Radwege nicht geräumt werden und kaum befahrbar sind.

Zwar hat Hamburg ein Netz von sogenannten Pegelstellen, an denen die Zahl der Radler gemessen wird. Dies geschieht jedoch nur einmalig im Jahr an einem bestimmten Tag im Sommer, und an vielen Pegelstellen nicht einmal 24 Stunden lang, sondern nur von morgens bis abends. Diese Zahlenwerte sind daher leider nicht vergleichbar mit den zahlreichen automatischen Pegelstellen für den Autoverkehr, an denen ganzjährig rund um die Uhr gemssen wird.

Die durch die neue Zählstelle gewonnen Daten sollen Grundlage für die weiteren Planungen der Alsterfahrradachsen dienen.

Die angekündigte Luftstation war leider noch nicht installiert.


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